Allgemeines zur Förderung

Das Sozialministerium hat ein Förderungsmodell entwickelt, mit dem Leistungen an pflegebedürftige Personen oder deren Angehörige aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung gewährt werden können. Dadurch soll eine teilweise Kostenübernahme der 24 Stunden Pflege gewährleistet werden.

Wenn Sie eine Förderung für die 24 Stunden Betreuung erhalten wollen, sind 2 wichtige Punkte zu beachten:

Auf Seiten des zu Pflegenden:

  1. Pflegestufe: Ein Zuschuss kann erst ab Pflegestufe 3 nach dem Bundespflegegeldgesetz gewährt werden.
  2. Bedarf: Es muss der Bedarf einer 24 Stunden Betreuung vorliegen.
  3. Einkommensgrenze: Die pflegebedürftige Person darf nicht mehr als € 2.500 netto Monatseinkommen erhalten. Die Einkommensgrenzen von € 2.500 wird jedoch pro unterhaltsberechtigte Angehörige (zb. Kinder, Eheleute, eigene Eltern) um € 400 angehoben, bei unterhaltsberechtigten Angehörigen mit Behinderung sogar um € 600. Nicht zum Einkommen zählen unter anderem Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfe. Das Vermögen der betreuungsbedürftigen Person wird nicht berücksichtigt.

Auf Seiten der/dem PersonenbetreuerIn:

  1. über eine theoretische Ausbildung verfügt, die im Wesentlichen jener einer Heimhelferin/eines Heimhelfers entspricht, oder
  2. seit mindestens sechs Monaten die Betreuung der pflegebedürftigen Person sachgerecht durchgeführt hat (im Sinne des Hausbetreuungsgesetzes oder gemäß § 159 Gewerbeordnung)  oder
  3. bestimmte pflegerische und/oder ärztliche Tätigkeiten nach Anordnung, Unterweisung und unter der Kontrolle einer diplomierten Pflegekraft bzw. einer Ärztin/eines Arztes ausübt (Befugnis gemäß § 3b oder § 15 Abs 6 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes oder gemäß § 50b des Ärztegesetzes).

*1 Pflegegeld: Für weitere Informationen über die Voraussetzungen verweisen wir auf  https://www.sozialministeriumservice.at/site/Finanzielles/Pflegeunterstuetzungen/24_Stunden_Betreuung/

*2 Förderung der 24 Stunden Betreuung

Wie hoch ist die Förderung für die 24 Stunden Betreuung?

Die Förderung bei der Beschäftigung von zwei selbstständig tätigen Betreuungskräften beträgt maximal € 550 pro Monat. Bei der Beschäftigung von einer selbständigen Betreungskraft ist der Betrag respektive € 275. Bei der Beschäftigung von zwei unselbstständig tätigen Betreuungskräftenbeträgt der Zuschuss maximal € 1.100 pro Monat. Die Betreuung muss gemäß den Bestimmungen des Hausbetreuungsgesetzes erfolgen.

Ein unselbstständiger Betreuungsvertrag ist jedoch mit einem weit größeren Aufwand für die Angehörigen und zu Pflegenden verbunden und daher nicht zu empfehlen. BestCare 24 hilft und unterstützt Sie bei jeglichen Anliegen und Fragen zur Förderung der 24 Stunden Betreuung.

Die maximale Förderhöhe pro Jahr beträgt somit bei zwei selbstständigen Betreuungskräften € 6.600, bei zwei unselbstständigen Betreuungskräften € 13.200.

Ab wann kann die Förderung für die 24 Stunden Betreuung in Anspruch genommen werden?

Eine Förderung kann rückwirkend erst ab Beginn des Monats, an dem der Antrag gestellt wurde, in Anspruch genommen werden. Deshalb sind Ansuchen auf Gewährung eines Zuschusses immer vor oder in zeitlicher Nähe zum Beginn des Betreuungsverhältnisses einzubringen. Zeitliche Nähe bedeutet, dass der Antrag spätestens in dem Monat eintritt, der auf den Beginn des Betreuungsverhältnisses folgt.

Wer bekommt die Förderungen für die 24 Stunden Betreuung?

Für die Förderung muss mindestens Pflegegeld der Stufe 3 bezogen werden und eine 24-Stunden-Betreuung notwendig sein.

Ab Stufe 5 wird die Notwendigkeit des Betreuungsumfangs generell angenommen. Bei Stufe 3 und 4 ist eine ärztliche Bestätigung vorzulegen.

Wer bekommt keine Förderungen?

Keinen Zuschuss gibt es, wenn das Einkommen der pflegebedürftigen Person 2.500 Euro netto pro Monat übersteigt (ohne Sonderzahlungen, Pflegegeld, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe etc.). Diese Einkommensgrenze erhöht sich um 400 Euro für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen. Die Gewährung des Zuschusses ist unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person.